Fachkräftemangel im Handwerk: Ursachen und Lösungsansätze

GG V.com Fachkraeftemangel im Handwerk Ursachen und Loesungsansaetze

Fachkräftemangel im Handwerk

Im Handwerk in Deutschland herrscht akuter Fachkräftemangel. Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) fehlen im Handwerk derzeit knapp 65.000 Fachkräfte, davon allein 54.000 Gesellinnen und Gesellen. Besonders betroffen vom Fachkräftemangel sind Berufe wie Tischler, Elektriker und Klempner.

In den vergangenen Jahren hat sich der Fachkräftemangel im Handwerk verschärft. So standen im Jahr 2020 bundesweit rund 65.000 Handwerkerinnen und Handwerker nicht zur Verfügung, im Jahr 2021 waren es durchschnittlich gut 87.000. Damit war der Handwerkermangel im Jahr 2021 wieder deutlich größer als im Basisjahr 2020 und auch deutlich größer als in den Jahren zuvor.

Für den Mangel an Fachkräften im Handwerk gibt es mehrere Gründe. Zum einen gibt es den demografischen Wandel in Deutschland, der dazu führt, dass immer mehr Fachkräfte in Rente gehen. Zum anderen hat die Attraktivität der Handwerksberufe bei Jugendlichen in den letzten Jahren abgenommen. Viele Schulabgänger bevorzugen eine akademische Ausbildung und empfinden eine Karriere im Handwerk als unattraktiv.

Es gibt verschiedene Maßnahmen, um dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken. So setzen die Handwerkskammern auf gezielte Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, um das Image der Handwerksberufe zu verbessern. Auch die Ausbildung von Flüchtlingen und die Förderung der Weiterbildung von bereits im Handwerk Beschäftigten können dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu verringern.

Einfluss von Corona

Im Zuge der Corona-Pandemie ist es auch im Handwerk zu einem Fachkräftemangel gekommen. Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen und Auszubildende zu finden. Laut einer Studie des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) werden allein im Jahr 2020 rund 20.000 Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt bleiben.

Gründe für den Fachkräftemangel im Handwerk gibt es viele. Zum einen haben viele Betriebe aufgrund der Corona-Pandemie weniger Aufträge und mussten Kurzarbeit anmelden. Dadurch fehlen ihnen die finanziellen Mittel, um neue Mitarbeiter einzustellen. Zum anderen haben viele Beschäftigte während der Pandemie den Arbeitsplatz gewechselt oder sich selbstständig gemacht. Dies hat zur Folge, dass viele Unternehmen auf der Suche nach qualifiziertem Personal sind.

Zudem erschwert die Corona-Pandemie auch die Ausbildung im Handwerk. Viele Auszubildende haben Schwierigkeiten, ihre Ausbildung abzuschließen, da Prüfungen verschoben oder abgesagt wurden. Auch die Betriebe haben Schwierigkeiten, die Ausbildung unter den Bedingungen der Pandemie durchzuführen.

In Summe hat die Corona-Pandemie den Fachkräftemangel im Handwerk verschärft. Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen und Auszubildende zu finden. Es ist wichtig, dass die Politik Maßnahmen ergreift, um den Fachkräftemangel im Handwerk zu bekämpfen und die Ausbildung zu erleichtern.

Die Rolle der Ausbildung

Bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels im Handwerk spielt die Ausbildung eine entscheidende Rolle. Auszubildende sind die Zukunft des Handwerks und es ist wichtig, dass genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) werden im Jahr 2021 rund 87.000 Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt bleiben. Damit klafft nach wie vor eine große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage.

Um mehr junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern, ist es wichtig, die Vorteile einer Ausbildung herauszustellen. Eine Ausbildung im Handwerk bietet nicht nur eine solide berufliche Grundlage, sondern auch gute Karrierechancen und eine hohe Arbeitsplatzsicherheit. Wichtig ist auch, die Vielfalt der Berufe im Handwerk herauszustellen, um das Interesse potenzieller Auszubildender zu wecken.

Auch die Aus- und Weiterbildung bereits beschäftigter Handwerker spielt eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels. Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen können Handwerker ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern und so ihre Karrierechancen verbessern. Auch die Digitalisierung spielt im Handwerk eine immer größere Rolle, daher ist es wichtig, dass Handwerker auch in diesem Bereich auf dem neuesten Stand bleiben.

Generell ist es wichtig, dass das Handwerk weiterhin in die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften investiert, um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken. Nur so kann eine hohe Qualität der handwerklichen Leistungen gewährleistet und die Zukunft des Handwerks gesichert werden.

Arbeitskräfte und offene Stellen

Der Fachkräftemangel im Handwerk hat sich in den letzten Jahren verschärft. Laut einer aktuellen Studie ist die Schere zwischen offenen Stellen und verfügbaren Arbeitskräften noch stärker geworden. Im Jahr 2021 waren bundesweit durchschnittlich gut 87.000 Handwerkerinnen und Handwerker gesucht, während im Jahr 2020 etwa 65.000 Handwerkerinnen und Handwerker fehlten. Somit war der Handwerkermangel im Jahr 2021 wieder deutlich größer als im Corona-Jahr 2020 und auch höher als in den Jahren davor.

Die Zahl der offenen Stellen in Handwerksberufen erreichte 2022 einen Rekordwert von 236.818. Gleichzeitig ging die Zahl der arbeitslosen Handwerker weiter zurück, so dass rund 128.891 Stellen unbesetzt blieben. Vor allem im Bauhandwerk gibt es einen Fachkräftemangel, insbesondere in den Bereichen Bauelektrik und Sanitär.

Die Zahl der Erwerbstätigen im Handwerk ist seit Jahren rückläufig. Im Jahr 2021 waren es rund 5,4 Millionen Erwerbspersonen im Handwerk, was einem Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt arbeiten im Handwerk rund 12 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Eine Möglichkeit ist die Ausbildung von mehr Fachkräften im Handwerk. Im Jahr 2021 gab es laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) rund 140.000 arbeitslose Handwerkerinnen und Handwerker, während gleichzeitig rund 201.000 offene Stellen im Handwerk gemeldet wurden. Eine bessere Verzahnung von Ausbildung und Arbeitsmarkt könnte hier Abhilfe schaffen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Gewinnung von ausländischen Fachkräften. Hierzu wurden in den letzten Jahren verschiedene Programme und Initiativen gestartet, um die Zuwanderung von Fachkräften zu erleichtern. Allerdings gibt es auch hier noch Hindernisse und bürokratische Hürden, die es zu überwinden gilt.

Zuwanderung und Handwerk

Seit einigen Jahren leidet das Handwerk in Deutschland unter einem Fachkräftemangel. Eine mögliche Lösung dieses Problems ist die Zuwanderung von Fachkräften und Auszubildenden aus dem Ausland. Insbesondere die Ukraine ist ein vielversprechender Partner, da das Land über viele qualifizierte Handwerkerinnen und Handwerker verfügt.

Allerdings birgt die Zuwanderung von Fachkräften auch Herausforderungen. Zum einen müssen die ausländischen Fachkräfte die deutsche Sprache beherrschen, um im Handwerk effektiv arbeiten zu können. Zum anderen müssen sie sich in die deutsche Kultur und Arbeitsweise integrieren. Hier ist es wichtig, dass die Betriebe den ausländischen Fachkräften eine gute Einarbeitung und Unterstützung bieten.

Ein weiterer Aspekt ist die Ausbildung ausländischer Jugendlicher im Handwerk. Hier gibt es bereits einige Initiativen, um ausländische Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern. Auch hier ist es wichtig, dass die Betriebe den Auszubildenden eine gute Betreuung und Unterstützung bieten.

Die Zuwanderung von Fachkräften und Auszubildenden aus dem Ausland bietet insgesamt ein großes Potenzial für das Handwerk in Deutschland. Wichtig ist, dass sich die Betriebe den Herausforderungen der Integration und Einarbeitung stellen, um von den Vorteilen der Zuwanderung zu profitieren.

Studien zum Fachkräftemangel

In den vergangenen Jahren hat sich der Fachkräftemangel im Handwerk in Deutschland verschärft. Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) fehlen derzeit knapp 65.000 Fachkräfte im Handwerk, davon allein 54.000 Gesellinnen und Gesellen. Die Studie zeigt auch, dass der Fachkräftemangel im Bauhandwerk besonders ausgeprägt ist, vor allem in den Bereichen Bauelektrik und Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. 1

Eine weitere Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bestätigt diese Ergebnisse. Danach haben fast 60 Prozent der Handwerksbetriebe Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Auch hier wird der Fachkräftemangel im Bauhandwerk als besonders gravierend beschrieben. 2

Auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine Studie zum Fachkräftemangel im Handwerk durchgeführt. Danach sind vor allem kleine und mittlere Handwerksbetriebe vom Fachkräftemangel betroffen. Die Studie zeigt auch, dass viele Betriebe Schwierigkeiten haben, Auszubildende zu finden. 3

Die Studien bestätigen insgesamt den zunehmenden Fachkräftemangel im Handwerk in Deutschland. Es ist wichtig, dass Betriebe und Politik Maßnahmen ergreifen, um diesem Trend entgegenzuwirken und die zukünftige Entwicklung des Handwerks zu sichern.

Handwerk und Wirtschaft

Der Mangel an Fachkräften im Handwerk hat Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. Die Produktion in den Handwerksbetrieben kann aufgrund fehlender Fachkräfte nicht mehr in vollem Umfang aufrechterhalten werden. Dies führt zu einem Rückgang des Wirtschaftswachstums.

Nach einer Studie des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) fehlen in Deutschland derzeit rund 150.000 Fachkräfte im Handwerk. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Produktion, sondern auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die Qualität der Arbeit.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzen Handwerksbetriebe verstärkt auf Ausbildung und die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland. Auch die Politik hat den Handlungsbedarf erkannt und arbeitet an Maßnahmen zur Verbesserung der Situation.

Wichtig ist, dass sich die Handwerksbetriebe und die Wirtschaft insgesamt der Bedeutung des Handwerks bewusst sind und die notwendigen Schritte unternehmen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Nur so kann die Produktion aufrechterhalten und das Wirtschaftswachstum gestärkt werden.

Kurzum: Der Fachkräftemangel im Handwerk ist ein Problem, das nicht nur die Handwerksbetriebe selbst, sondern die gesamte Wirtschaft betrifft. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

Bau- und Energiewende

Deutschlands Energiewende ist ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft. Die Umstellung auf erneuerbare Energien erfordert jedoch umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen, die von Fachkräften aus dem Handwerk durchgeführt werden müssen. Leider herrscht im Handwerk ein akuter Fachkräftemangel, der die Energiewende gefährdet.

Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am Institut der deutschen Wirtschaft fehlen derzeit rund 216.000 Fachkräfte für den Ausbau der Solar- und Windenergie. Auch das Kfz-Handwerk, das Elektrohandwerk und das Heizungs- und Sanitärhandwerk sind vom Fachkräftemangel betroffen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) schätzt, dass mehrere zehntausend Stellen im Handwerk unbesetzt sind.

Auswirkungen hat der Fachkräftemangel im Handwerk auch auf die Bauwirtschaft. Die Energiewende erfordert umfangreiche Sanierungsarbeiten im Gebäudebestand und den Neubau energieeffizienter Gebäude. Der Fachkräftemangel im Handwerk führt jedoch zu Verzögerungen und höheren Kosten bei diesen Baumaßnahmen.

Wichtig ist, dass die Bundesregierung und die Handwerksorganisationen Maßnahmen ergreifen, um den Fachkräftemangel im Handwerk zu beheben. Dazu gehören die Förderung von Ausbildungsplätzen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Handwerk. Außerdem muss die Attraktivität der Handwerksberufe gesteigert werden, um mehr junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen.

Denn der Fachkräftemangel im Handwerk ist ein ernstes Problem für die Energiewende und die Bauwirtschaft in Deutschland. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten, dieses Problem zu lösen und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.

Handwerk in verschiedenen Branchen

Im Handwerk sind verschiedene Branchen vom Fachkräftemangel betroffen, darunter Elektrotechnik, Naturwissenschaften, Informatik und Chemie. In der Elektrotechnik sind beispielsweise Elektroniker und Elektroinstallateure besonders gefragt. In den Naturwissenschaften werden vor allem Fachkräfte in den Bereichen Biologie und Physik gesucht. Informatiker werden in vielen Branchen benötigt, um IT-Systeme zu entwickeln und zu warten. In der Chemie werden Chemielaboranten und Chemietechniker gesucht.

In den einzelnen Branchen wirkt sich der Fachkräftemangel unterschiedlich aus. In der Elektrotechnik und Informatik führt der Fachkräftemangel zu längeren Wartezeiten für die Kunden und höheren Kosten für die Unternehmen. In den Naturwissenschaften und der Chemie kann der Fachkräftemangel zu Verzögerungen bei der Entwicklung neuer Produkte und zu Qualitätsproblemen führen.

Viele Unternehmen setzen auf die Ausbildung von Fachkräften im eigenen Unternehmen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen wird immer wichtiger, um junge Menschen für eine Karriere im Handwerk zu begeistern. Darüber hinaus werden gezielte Maßnahmen wie die Förderung der Weiterbildung und die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland diskutiert.

Im Ergebnis ist es wichtig, dass Unternehmen und Politik gemeinsam Lösungen finden, um dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu erhalten.

Bedeutung des Images und der Bezahlung im Handwerk

Bei der Gewinnung von Fachkräften spielt das Image des Handwerks eine wichtige Rolle. Laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2021 geben 93 Prozent der befragten Deutschen an, dass das Handwerk für sie persönlich sehr wichtig ist. Gleichzeitig halten aber nur 36 Prozent der Befragten das Handwerk für einen attraktiven Arbeitgeber. Dies zeigt, dass das Image des Handwerks verbessert werden muss, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Ein Weg, das Image des Handwerks zu verbessern, ist der Einsatz von Online-Marketing. Durch eine gezielte Ansprache potenzieller Mitarbeiter auf Social Media Plattformen oder durch eine moderne und ansprechende Website kann das Image des Handwerks gestärkt werden. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen kann dazu beitragen, das Image des Handwerks als attraktiver Arbeitgeber zu verbessern.

Zusätzlich zum Image spielt die Entlohnung eine wichtige Rolle bei der Gewinnung von Fachkräften. Nach einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit verdienen Handwerker in Berufen mit Fachkräftemangel häufig weniger als in anderen Berufen. Eine angemessene Bezahlung ist aber wichtig, um Fachkräfte langfristig an das Handwerk zu binden. Eine Möglichkeit, die Bezahlung im Handwerk zu verbessern, ist die Einführung von Tarifverträgen. Tarifverträge können dazu beitragen, die Entlohnung im Handwerk fair und transparent zu gestalten.

Strukturwandel und Rente

Deutliche Auswirkungen des Strukturwandels und der demografischen Entwicklung auf den Fachkräftemangel im Handwerk sind erkennbar. Viele Handwerksbetriebe haben Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu finden, um ihre Aufträge zu erfüllen. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Rente.

Einen großen Einfluss auf den Fachkräftemangel im Handwerk hat die Verrentung. Viele Handwerkerinnen und Handwerker scheiden vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus, um in Rente zu gehen. Dadurch gehen dem Handwerk wertvolle Fachkräfte verloren. Die Politik hat daher verschiedene Maßnahmen ergriffen, um ältere Arbeitnehmer länger im Arbeitsprozess zu halten. Eine dieser Maßnahmen ist die Einführung der Aktivrente.

Diese ermöglicht es Rentnern, bis zu 2000 Euro im Jahr steuerfrei hinzuzuverdienen. Damit sollen ältere Arbeitnehmer länger im Arbeitsprozess gehalten werden. Die CDU fordert die Einführung der Aktivrente, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Eine weitere Maßnahme ist die Flexi-Rente. Dabei können Rentner neben dem Rentenbezug weiter arbeiten. Dadurch können ältere Arbeitnehmer länger im Arbeitsprozess gehalten werden, was dem Handwerk zugute kommt.

Wichtig ist neben diesen Maßnahmen, dass die Betriebe selbst aktiv werden. Sie müssen dafür sorgen, dass ältere Arbeitnehmer im Betrieb gehalten werden können. Dazu gehören auch flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.

Letztlich ist es wichtig, dass alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten, dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken. Dazu gehören die Politik, die Betriebe und die Beschäftigten selbst. Nur so kann der Strukturwandel bewältigt und die Verrentung als Faktor des Fachkräftemangels im Handwerk reduziert werden.

Fachkräftesicherung und Handwerkstag

Ein großes Thema ist die Fachkräftesicherung im Handwerk, die auch auf dem jährlich stattfindenden Handwerkstag diskutiert wird. Hier kommen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Handwerk zusammen, um Lösungen für den Fachkräftemangel zu diskutieren.

Auf diesem Handwerkstag werden verschiedene Ansätze diskutiert, um die Attraktivität des Handwerks als Arbeitgeber zu steigern. Dazu gehören beispielsweise die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen, die Erhöhung der Ausbildungsvergütung und die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schaffung von Anreizen für Jugendliche, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen. Dazu gehört die gezielte Ansprache von Schülerinnen und Schülern sowie die Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungseinrichtungen.

Zudem wird auf dem Handwerkstag auch die Bedeutung der Digitalisierung im Handwerk diskutiert. Die Digitalisierung bietet dem Handwerk viele Chancen, um effizienter und wettbewerbsfähiger zu werden. Gleichzeitig erfordert sie aber auch neue Kompetenzen und Qualifikationen von den Fachkräften im Handwerk.

Das alles macht die Fachkräftesicherung im Handwerk zu einem komplexen Thema, das nur in einer gemeinsamen Anstrengung von Politik, Wirtschaft und Handwerk gelöst werden kann. Der Handwerkstag bietet hier eine wichtige Plattform, um Lösungen zu diskutieren und umzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Berufe sind vom Fachkräftemangel im Handwerk betroffen?

Der Fachkräftemangel im Handwerk betrifft eine Vielzahl von Berufen. Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) fehlen in Deutschland im Handwerk knapp 65.000 Fachkräfte, davon allein 54.000 Gesellinnen und Gesellen. Besonders betroffen sind Berufe in den Bereichen Energiewende, Klimawandel und Digitalisierung. Dazu gehören unter anderem Elektroniker, Installateure, Schreiner, Tischler, Dachdecker und Zimmerer.

Wie kann der Fachkräftemangel im Handwerk bekämpft werden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Fachkräftemangel im Handwerk zu bekämpfen. Eine Möglichkeit ist die Verbesserung der Ausbildung und die Förderung von Weiterbildungen. Auch die Erhöhung der Attraktivität des Handwerks als Arbeitgeber kann dazu beitragen, mehr Fachkräfte zu gewinnen. Hierzu zählen beispielsweise eine angemessene Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Welche Auswirkungen hat der Fachkräftemangel im Handwerk auf die Wirtschaft?

Der Fachkräftemangel im Handwerk hat erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Durch den Mangel an Fachkräften können Aufträge nicht rechtzeitig bearbeitet werden, was zu Verzögerungen und Umsatzeinbußen führen kann. Auch die Qualität der Arbeit kann unter dem Fachkräftemangel leiden, da oft unerfahrene oder unqualifizierte Arbeitskräfte eingesetzt werden müssen.

Wie sieht die aktuelle Situation des Fachkräftemangels im Handwerk aus?

Laut einer Studie des KOFA fehlen in Deutschland im Handwerk knapp 65.000 Fachkräfte, davon allein 54.000 Gesellinnen und Gesellen. Der Fachkräftemangel im Handwerk ist also nach wie vor ein großes Problem. Besonders betroffen sind Berufe in den Bereichen Energiewende, Klimawandel und Digitalisierung.

Welche Maßnahmen ergreift der Fachverband Handwerk gegen den Fachkräftemangel?

Der Fachverband Handwerk ergreift verschiedene Maßnahmen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dazu zählen beispielsweise die Verbesserung der Ausbildung, die Förderung von Weiterbildungen und die Erhöhung der Attraktivität des Handwerks als Arbeitgeber. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten soll dazu beitragen, mehr junge Menschen für eine Karriere im Handwerk zu begeistern.

Was sind die Ursachen für den Fachkräftemangel im Handwerk?

Es gibt verschiedene Ursachen für den Fachkräftemangel im Handwerk. Eine wichtige Rolle spielt der demografische Wandel, da immer mehr Fachkräfte in den Ruhestand gehen und nicht ausreichend Nachwuchs vorhanden ist. Auch die geringe Attraktivität des Handwerks als Arbeitgeber und die mangelnde Wertschätzung der handwerklichen Berufe spielen eine Rolle. Zudem führen die Anforderungen an die Berufe im Handwerk dazu, dass viele potenzielle Bewerber sich für andere Berufe entscheiden.

Footnotes

  1. https://www.hwk.de/studie-zu-fachkraeftemangel-im-handwerk/
  2. https://www.iwkoeln.de/studien/helen-hickmann-lydia-malin-dirk-werner-fachkraefteengpaesse-in-unternehmen-fachkraeftemangel-und-nachwuchsqualifizierung-im-handwerk.html
  3. https://www.bundesagentur-fuer-arbeit.de/presse/presseinformationen/2022/pi-20-2022-05-19.html

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